Literatur, Music

Japanische Impressionen II: Literatur & Musik

Gaby Zechmeister – Koto (japanische Wölbbrettzither), Dieter Tairyû Strehly – Shakuhachi (japanische Zenflöte)

Yasushi Inoue: Liebe (Lesung Irmi Horn) & Gaby Zechmeister – Koto (japanische Wölbbrettzither), Dieter Tairyû Strehly – Shakuhachi (japanische Zenflöte) laden zu einem Ausflug in die japanische Kunstund die Gelassenheit des Zen.

Yasushi Inoue wurde am 6. Mai 1907 in Asahikawa im Norden der japanischen Insel Hokkaido geboren und starb am 29. Januar 1991 in Tôkyô. Mit sechs Jahren kam er zu seiner Großmutter, einer früheren Geisha, nach Shizuoka auf der Halbinsel Izu südlich von Tôkyô und ging dort auf die Mittelschule. 1926 wechselte er auf die höhere Schule. Während dieser Zeit trainierte er Judo und schrieb nebenher Gedichte. Zur Enttäuschung seiner Familie durchbrach er die Familientradition, nach der die Söhne seit sieben Generationen Ärzte geworden waren, und studierte zunächst Jura, später Kunstgeschichte und machte 1936 seinen Abschluss. Nach seinem Examen veröffentlichte er einige Gedichte und Kurzgeschichten in Zeitschriften, arbeitete dann aber erst als Journalist für die große japanische Tageszeitung Mainichi-shimbun in Osaka. Erst um 1950 etablierte er sich als freier Schriftsteller.

»Wie wohl kein anderer lebender Schriftsteller vereint Inoue auf sich und sein Werk die Sympathie und Zuneigung seiner Landsleute. Als großer Meister der japanischen Gegenwartsliteratur, als Botschafter und Brückenbauer zu den Kulturen des asiatischen Festlandes, als verständnisvoller Förderer der Künste im eigenen Land und als lebendiges Beispiel einer zugleich traditionsverwurzelten wie lebensoffenen Lebensform fällt ihm die Rolle eines Vorbilds zu, die ihn fast schon wieder entrückt. Doch die Herzlichkeit und Würde, die der Mensch Inoue ausstrahlt, seine Aufrichtigkeit und Humanität sind dazu angetan, jede Distanz zu überwinden.« Irmela Hijiya-Kirschnereit

Eine Annäherung ans japanische Wabi-Sabi an: Klassisch, expressiv und intuitiv.
Ein stimmungsvoller Abend – getaucht in Klang und Stille, Wort und Ton.

Die Koto, eine mit 13 Saiten auf 13 beweglichen Stegen bespannte Wölbbrettzither, war ein traditionelles Instrument der Künste am japanischen Kaiserhof und wird auch heute noch gespielt. Die Töne des ca. 180 cm langen und ca. 25 cm breiten hohlen Instrumentes aus Paulownienholz werden durch das Verschieben der Stege (Ji) eingestellt oder während des Spiels verändert.

Gaby Zechmeister spielt Koto & Gu-Zheng (jap. & chin. Wölbbrettzither). Nach dem Studium der Konzertharfe am Schubert-Konservatorium und der keltischen Harfe in Edinburgh/Schottland bei Sasha MacKenzie studierte sie die bei der japanischen Koto-Grossmeisterin Gasho Arakawa. Zahlreiche Konzerte, Produktion zweier lyrisch-musikalischer Zeitreisen in das alte Japan.

Dieter Strehly ist freischaffender Musiker und Yogalehrer,
zertifiziertes Mitglied des österreichischen Berufsverbands der Yogalehrenden BYO – Yoga Austria, unterricht seit 1998 im Prana-Yogastudio in Wien.
2015 hat er mit Katharina Gebharter ein Zentrum für Yoga & Ayurveda ins Leben gerufen.

INFORMATION

  • Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis spätestens 2 Stunden vor Programmbeginn unter kunstgarten@mur.at oder +43 316 262787.