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Literatur im Wohnzimmer

Irmi Horn liest aus EIN UFO, DACHTE SIE (Xiaolu GUO). Bitte um Anmeldung bis spätestens 2 Stunden vor Beginn: kunstGarten@mur.at / 0316 262787

Xiaolu Guo schuf mit dem Roman “Ein UFO, dachte sie” eine herrliche Satire auf blinden Fortschrittsglauben in China und anderswo.

Guo Xiaolu (chinesisch 郭小櫓, Pinyin Guō Xiǎolǔ; * 1973) ist eine chinesische Regisseurin und Autorin. Ab 2002 lebte sie hauptsächlich in London. Nach acht literaririschen Werken (Romane, Erzählungen und filmtheoretische Schriften), veröffentlichte sie auf englisch vier weitere Romane und einen Band mit Erzählungen. Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin war sie Regisseurin in teils preisgekrönten Dokumentarfilmen und Spielfilmen.

Guo wuchs in einem Fischerdorf im Süden Chinas auf. Ihr Vater, ein Maler, saß während ihrer Kindheit für zehn Jahre im Gefängnis. Als 20-Jährige wurde sie an der Pekinger Filmakademie aufgenommen, konnte während ihrer Studienzeit dort aber wegen der harten Zensur keinen eigenen Film verwirklichen. Sie veröffentlichte seit der Studienzeit aber eigene Texte, zum Beispiel im Jahre 1999 Who is my mother’s boyfriend?.

In London, wo sie seit 2002 lebt, drehte sie 2003 in wenigen Wochen den Kurzfilm Far and Near, dann folgten The Concrete Revolution 2004, How Is Your Fish Today ? 2006 und We Went to Wonderland 2008. Einer ihrer bisher größten Erfolge folgte ein Jahr später mit dem Gewinn des Goldenen Leoparden beim Internationalen Filmfestival von Locarno für She, a Chinese (2009). Das Drama erzählt vom erfolglosen Integrationsversuch einer jungen Chinesin, die nach Großbritannien auswandert. In „Ich bin China“ erzählt sie von der Rolle des Künstlers in einer von ideologischen Kämpfen zerrissenen Welt.

2012 war sie Stipendiatin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Von Juni bis November 2015 weilt Xiaolu Guo als Writer in Residence des Literaturhauses Zürich und der Stiftung PWG in Zürich.

2009: She, a Chinese
2010: An Archeologist’s Sunday
2011: UFO in her eyes